infodas Data-Centric Security
(DCS).
Bei der datenzentrierten Sicherheit stehen die Daten selbst im Mittelpunkt der Sicherheitsarchitektur. Insbesondere in vernetzten und interoperablen Umgebungen wird ein kontrollierter und vertrauenswürdiger Datenzugriff zu einem entscheidenden Faktor für eine sichere Zusammenarbeit über Sicherheitsdomänen hinweg. Unternehmen entwickeln ihre Architektur schrittweise weiter – von einer klaren Datenklassifizierung über eine richtlinienbasierte Zugriffskontrolle bis hin zu kryptografisch geschützten Daten.
Cross-Domain Solutions (CDS) bilden den Eckpfeiler dieser Architektur und gewährleisten, dass datenzentrierte Sicherheitsrichtlinien bei jeder Übertragung von Informationen zwischen Sicherheitsdomänen durchgesetzt und überprüft werden.
infodas. Sicherer Datenaustausch durch datenzentrierte Sicherheit.
infodas.
Enabling secure information sharing through Data-Centric Security.
Sichere Daten.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Missionserfolg.
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NATO Data-Centric Security Maturity Model.
Ein strukturierter Ansatz für den sicheren Informationsaustausch im Rahmen von NATO- und verbündeten Operationen.
Das in ACP-240 definierte Reifegradmodell der NATO für datenzentrierte Sicherheit (Data-Centric Security, DCS) bietet einen strategischen Rahmen, um Informationen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu schützen. Als zentraler Bestandteil der Datenstrategie der NATO und der Strategie zur Umsetzung der digitalen Transformation ermöglicht das Modell Organisationen, über die traditionelle, perimeterbasierte Sicherheit hinauszugehen und einen modernen, datenzentrierten Ansatz für den Informationsschutz zu verfolgen.
Das DCS-Reifegradmodell legt einen klaren Entwicklungsweg hin zu einem sicheren, interoperablen und richtliniengesteuerten Informationsaustausch in domänenübergreifenden Operationen, Koalitionsumgebungen und föderierten digitalen Ökosystemen fest.
Das Grundprinzip ist einfach: Daten an der Quelle schützen und die Kontrolle über sie behalten, egal wohin sie übertragen werden.
DCS-1: Basic Labelling.
Schaffung von Datenbewusstsein und -kontrolle.
Die erste Reifegradstufe konzentriert sich darauf, sicherzustellen, dass alle neu erstellten Informationen ordnungsgemäß mit verbindlichen Verarbeitungsanweisungen gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnungen bilden die Grundlage für alle nachfolgenden datenzentrierten Sicherheitsfunktionen.
Organisationen, die DCS-1 implementieren, weisen ihren Datenobjekten standardisierte Metadaten zu. Dazu gehören Sicherheitsklassifizierungen, Freigabekennzeichnungen und Hinweise zum Umgang mit den Daten. Dadurch entsteht ein einheitliches Verständnis darüber, wie Informationen geschützt und weitergegeben werden müssen.
Auf der Grundlage der NATO-Norm STANAG 4774 führt DCS-1 standardisierte Metadaten-Kennzeichnungen für die Vertraulichkeitsstufe ein. Diese können system- und organisationsübergreifend interpretiert und durchgesetzt werden.
Kernkompetenzen:
- Obligatorische Datenklassifizierung und Kennzeichnung der Freigabefähigkeit
- Standardisierte Metadaten zur Vertraulichkeit gemäß STANAG 4774
- Automatische Erkennung von nicht gekennzeichneten Informationen
- Quarantäne und Meldung von nicht konformen Daten
- Grundlage für den interoperablen Informationsaustausch
Geschäftlicher Nutzen:
DCS-1 sorgt für Transparenz, Verantwortlichkeit und Governance bei geschäftskritischen Informationen und schafft gleichzeitig die Grundlage für zukünftige datenzentrierte Sicherheitsfunktionen.
DCS-2: Enhanced Labelling and Access Control.
Durchsetzung richtlinienbasierter Zugriffsentscheidungen
Auf der zweiten Reifestufe gehen Organisationen über die einfache Datenklassifizierung hinaus und beginnen damit, Zugriffsentscheidungen direkt auf der Grundlage von Metadaten und Benutzerattributen durchzusetzen.
In dieser Phase wird die attributbasierte Zugriffskontrolle (ABAC) anhand der auf Vertraulichkeits-Metadaten basierenden Zugriffskontrolle (CMBAC) vorgestellt. Zugriffsanfragen werden bewertet, indem die Sicherheitsattribute eines Benutzers, eines Geräts oder eines Prozesses mit den Metadaten verglichen werden, die den angeforderten Informationen zugeordnet sind.
Anstatt sich ausschließlich auf den Standort im Netzwerk oder vordefinierte Vertrauenszonen zu stützen, wird der Zugriff dynamisch auf der Grundlage richtliniengesteuerter Sicherheitsentscheidungen gewährt.
Die Implementierung von DCS-2 wird durch die „eXtensible Markup Language Security Policy Information File“ (XMLSPIF) unterstützt, wodurch ein standardisierter Austausch und eine einheitliche Durchsetzung von Richtlinien organisationsübergreifend ermöglicht werden.
Kernkompetenzen:
- Attribute-Based Access Control (ABAC)
- Confidentiality Metadata-Based Access Control (CMBAC)
- Dynamische Berechtigungsentscheidungen auf der Grundlage von Sicherheitsattributen
- Richtliniengesteuerte Zugriffskontrolle
- XMLSPIF-basierte Verwaltung von Sicherheitsrichtlinien
- Verbesserte Interoperabilität in den verschiedenen Umgebungen der Koalition
Geschäftlicher Nutzen:
Mit DCS-2 können Organisationen Informationen sicher austauschen und dabei detailliert kontrollieren, wer unter welchen Bedingungen und zu welchen Einsatzzwecken auf bestimmte Daten zugreifen darf.
DCS-3: Kryptografischer Schutz.
Datenschutz über die Unternehmensgrenzen hinaus
Die höchste Reifegradstufe sieht einen dauerhaften kryptografischen Schutz direkt auf der Datenebene vor.
Bei DCS-3 werden Informationen in sichere, verschlüsselte datenzentrierte Sicherheitsobjekte umgewandelt. Sicherheitsmetadaten werden kryptografisch an die Daten gebunden, und die Inhalte werden durch End-to-End-Verschlüsselung und digitale Signaturmechanismen geschützt.
Dieser Ansatz gewährleistet, dass Informationen auch dann geschützt bleiben, wenn herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen versagen. Selbst wenn Netzwerkgrenzen umgangen werden, Geräte kompromittiert werden oder Dateien an unbefugte Speicherorte kopiert werden, bleiben die Daten für unbefugte Nutzer unzugänglich.
Kernkompetenzen:
- End-to-End-Verschlüsselung
- Kryptografische Metadatenverknüpfung
- Digitale Signatur und Integritätsschutz
- Dauerhafter Schutz über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg
- Sicherer Datenaustausch über Domänen- und Organisationsgrenzen hinweg
- Schutz unabhängig von Infrastruktur- oder Netzwerkgrenzen
Geschäftlicher Nutzen:
DCS-3 gewährleistet ein Höchstmaß an Informationssicherheit, indem sichergestellt wird, dass die Sicherheit stets mit den Daten selbst verbunden bleibt, unabhängig davon, wohin diese übertragen werden oder wie auf sie zugegriffen wird.
Unterstützung der digitalen Transformation der NATO.
Das datenzentrierte Sicherheitsreifegradmodell der NATO ist ein grundlegendes Element des Übergangs des Bündnisses hin zu einem sicheren, föderierten digitalen Ökosystem.
Durch die Implementierung von DCS-Funktionen können Organisationen den Übergang von isolierten und statischen Informationsumgebungen zu dynamischen, interoperablen Architekturen vollziehen. Diese ermöglichen eine sichere Zusammenarbeit zwischen militärischen Kommandos, Regierungsbehörden, Koalitionspartnern und Einsatznetzwerken. Dieser Wandel von restriktiven „Need-to-know“-Modellen zu einem sicheren Informationsaustausch nach dem Prinzip „Need-to-share“ verbessert die operative Effektivität und gewährleistet gleichzeitig einen robusten Informationsschutz.
Wie infodas die DCS-Implementierung unterstützt.
infodas unterstützt Unternehmen beim Übergang zu Zero-Trust- und datenzentrierten Sicherheitsarchitekturen, indem es Sicherheitsrichtlinien an Domänengrenzen durchsetzt. Die Lösungen des Unternehmens validieren klassifizierungsbezogene Sicherheitskennzeichnungen, ermöglichen die unterstützte Metadaten-Kennzeichnung und gewährleisten den Datenschutz beim domänenübergreifenden Informationsaustausch.
Häufig gestellte Fragen zu DCS.
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